Stand: Oktober 2026
Ein Sekundärrohstoff ist ein Rohstoff, der aus aufbereiteten Abfällen oder Altmaterial gewonnen wird und erneut in der Produktion eingesetzt werden kann. Sein Gegenstück ist der Primärrohstoff, der direkt aus der Natur gewonnen wird, zum Beispiel Erz oder Holz.
Beispiele
- Altpapier: Die Papierindustrie setzte 2024 in Deutschland zu 84 % Altpapier ein (Umweltbundesamt, 2024).
- Schrott: 2024 wurden in Deutschland rund 17 Mio. t Stahlschrott für die Rohstahlerzeugung genutzt (bvse und BDSV).
- Altglas, das zu neuen Glasverpackungen eingeschmolzen wird
- Altholz, das je nach Kategorie stofflich oder energetisch verwertet wird
Vom Abfall zum Rohstoff
Zuerst steht die getrennte Erfassung, dann folgen Sortierung und Aufbereitung. Erst wenn das Material bestimmte Anforderungen erfüllt, endet nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz die Abfalleigenschaft. Der Fachverband bvse, der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, vertritt mittelständische Unternehmen, die solche Stoffe erfassen und aufbereiten. Entscheidend für die Verwendbarkeit sind Reinheit und Sortenreinheit. Wird ein Stoff nur für minderwertigere Zwecke nutzbar, spricht man von Downcycling.
Einordnung
Sekundärrohstoffe sind das Ergebnis von Recycling und ein zentraler Baustein der Kreislaufwirtschaft. Wie Stoffströme gelenkt werden, behandelt das Stoffstrommanagement.
Als Recycler betreibt Kühl das Recyclingzentrum Augsburg und berät zur sortenreinen Erfassung: Entsorgung & Containerdienst.
