Stand: Oktober 2026
Downcycling bezeichnet ein Recycling, bei dem aus Abfällen Produkte entstehen, die in Qualität oder Funktionalität schlechter sind als das Ausgangsprodukt. Der Gegenbegriff ist Upcycling, bei dem aus Abfällen gleich- oder höherwertige Produkte werden). Der Begriff stammt aus der Fachdiskussion der Kreislaufwirtschaft.
Wo tritt Downcycling auf?
Typisch ist Downcycling bei Kunststoffen, deren Eigenschaften sich durch die Aufbereitung verändern, so dass oft große Anteile Neumaterial beigemischt werden müssen. Auch beim Papierrecycling werden Fasern mit jedem Durchlauf kürzer, weshalb frische Fasern nötig sind (Print.de). Ein Beispiel aus dem Bauwesen: Nach Angaben des Umweltbundesamtes gehen große Mengen aufbereiteter Baustoffe in den Straßenbau, während nur ein kleiner Teil wieder als hochwertige Gesteinskörnung für neuen Beton dient. Mehr dazu unter Bauschutt & Baumischabfälle.
Warum ist die Unterscheidung wichtig?
Ob ein Verfahren als Recycling zählt, ist im Kreislaufwirtschaftsgesetz definiert. Danach sind Verwertungsverfahren gemeint, die Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen aufbereiten, die energetische Verwertung gehört nicht dazu (Gesetze im Internet). Downcycling fällt noch unter Recycling, bleibt aber für die Rohstoffversorgung weniger wirksam als Verfahren, die Sekundärrohstoffe gleicher Güte liefern.
Wie lässt sich Downcycling verringern?
Wesentlich ist die sortenreine Sammlung. Je reiner ein Material vorliegt, desto eher kann es für anspruchsvolle Produkte eingesetzt werden. Im Bauwesen nennt das Umweltbundesamt den selektiven Rückbau, bei dem Schadstoffe gezielt entfernt werden, als Weg zu geringeren Umweltwirkungen bei der Herstellung von Recycling-Gesteinskörnungen.
