Stand: Oktober 2026
Kunststoffe sind Werkstoffe aus Polymeren, die synthetisch oder halbsynthetisch hergestellt werden. Als Abfall fallen sie vor allem in Verpackungen, im Bauwesen, in Fahrzeugen und in Elektrogeräten an. 2023 entstanden in Deutschland 5,91 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle. Davon wurden 38,4 Prozent stofflich recycelt, 61,1 Prozent energetisch verwertet und 0,5 Prozent beseitigt (Umweltbundesamt, 2023).
Die wichtigsten Sorten
- PE (Polyethylen): Folien, Tüten, Flaschen, Rohre (siehe Folien)
- PP (Polypropylen): Becher, Verschlüsse, Kisten, Haushaltswaren
- PET (Polyethylenterephthalat): Getränkeflaschen und Verpackungsschalen
- PVC (Polyvinylchlorid): Fensterprofile, Rohre, Bodenbeläge (siehe Fenster)
- PS (Polystyrol): Becher, Gehäuse und als geschäumtes EPS Dämm- und Verpackungsmaterial (siehe Schaumstoff)
Wege der Verwertung
Beim werkstofflichen Recycling werden Kunststoffe sortiert, zerkleinert, gewaschen und nach Sorten getrennt, zum Beispiel über die Nasssortierung. Das Ergebnis ist Mahlgut oder Regranulat, ein Sekundärrohstoff. Beim rohstofflichen (chemischen) Recycling werden Kunststoffe in Grundbausteine zerlegt. Nicht recycelbare Reste werden energetisch verwertet, etwa in Müllverbrennungsanlagen. In der Abfallhierarchie hat das Recycling Vorrang vor der energetischen Nutzung.
Wie sauber die Abfälle anfallen, bestimmt die Qualität: Bei industriellen Kunststoffabfällen liegt die stoffliche Verwertungsquote bei 85 bis 88 Prozent, bei Haushaltsabfällen bei 33 Prozent und bei gewerblichen Abfällen bei 39 Prozent (Umweltbundesamt, 2023).
Kennzeichnung
Viele Kunststoffprodukte tragen ein Dreieck aus Pfeilen mit einer Zahl von 1 bis 7: 1 für PET, 2 für HDPE, 3 für PVC, 4 für LDPE, 5 für PP, 6 für PS und 7 für sonstige Kunststoffe. Der Code benennt die Kunststoffart, sagt aber nichts über den Entsorgungsweg. Verpackungen gehören in die gelbe Tonne (siehe Leichtverpackungen und Verpackungen), andere Kunststoffprodukte je nach Material und örtlicher Regelung in Restmüll, Wertstoffhof oder Container.
So geht Kühl vor
Die Kühl Unternehmensgruppe ist Containerdienst und Recycler und bietet die Wertstoffbar zur Selbstanlieferung an. Welche Kunststofffraktionen im Einzelfall getrennt bereitgestellt werden sollten, klärt die Beratung: Consulting & Entsorgungskonzepte.
