Stand: Oktober 2026
Nasssortierung (auch Schwimm-Sink-Verfahren oder Dichtesortierung) ist ein Aufbereitungsverfahren, bei dem Stoffgemische in einem Flüssigkeitsbad, meist Wasser, nach ihrer Dichte getrennt werden. Stoffe, die leichter sind als die Flüssigkeit, schwimmen auf, schwerere sinken ab. Die Fraktionen lassen sich anschließend getrennt abziehen.
Wo wird sie eingesetzt?
Das Verfahren kommt bei der Aufbereitung von Kunststoffen, Metallen und mineralischen Abfällen zum Einsatz.
- Kunststoffe: Polyolefine wie PE und PP sind leichter als die meisten anderen Bestandteile von Abfallgemischen und können deshalb im Wasserbad abgetrennt werden. Schwerere Kunststoffe wie PET und PVC sinken dagegen ab.
- Bauschutt und Baumischabfälle: Leichte Störstoffe wie Holz, Papier oder Folien lassen sich von den schweren mineralischen Anteilen trennen.
- Setzmaschinen (Hydro-Jig) trennen schwere Verunreinigungen wie Glas, Metall oder Steine in einem Wasserbett ab.
Vorteile und Grenzen
Die Nasssortierung liefert Fraktionen, die sich als Sekundärrohstoffe weiterverarbeiten lassen. Im Wasserbad werden Teile außerdem gewaschen. Grenzen ergeben sich aus der Dichte: Stoffe mit ähnlicher Dichte lassen sich nicht trennen, ebenso wenig Verbundwerkstoffe. Zudem braucht das Verfahren Prozesswasser, das aufbereitet werden muss, und die Produkte müssen anschließend getrocknet werden.
Was Sie als Kunde beachten können
Welche Verfahren eine Anlage einsetzt, hängt von den Anlagen im Einzelfall ab. Für alle Aufbereitungsschritte gilt: Je sortenreiner Abfälle angeliefert werden, desto besser lassen sie sich recyceln. Die Kühl Unternehmensgruppe nimmt Wertstoffe auch zur Selbstanlieferung an: Wertstoffbar · Selbstanlieferung & Recycling.
