Stand: Oktober 2026
Stoffstrommanagement bezeichnet die gezielte, verantwortliche und effiziente Beeinflussung von Stoffströmen, also der Material- und Energiemengen, die durch einen Betrieb, eine Lieferkette oder eine ganze Volkswirtschaft fließen. Die VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) beschreibt es als Vorgehen mit wirtschaftlichen und umweltbezogenen Zielen.
Wie geht man vor?
Grundlage ist die Stoffstromanalyse. Sie läuft nach VDI ZRE in vier Schritten ab:
- Bruttoanalyse: Welche Rohstoffe, Materialien und Energien gehen hinein, welche Produkte und Abfälle kommen heraus?
- Systemgrenzen festlegen, etwa einzelne Prozesse oder einen Zeitraum
- Die relevanten Produktionsschritte erfassen
- Die Flüsse in Diagrammen (zum Beispiel Sankey-Diagrammen) darstellen, um Schwachstellen zu erkennen
Typische Ziele sind geringerer Materialverbrauch, weniger Verluste, niedrigere Kosten und höhere Recyclingquoten.
Bezug zur Abfallwirtschaft
In der Abfallwirtschaft sind Abfälle ein Stoffstrom, der erfasst, getrennt und wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden soll. Das Umweltbundesamt beschreibt das am Beispiel des Bauwesens: Materialien aus Gebäuden sollen gezielt in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt und primäre Rohstoffe durch Recyclingmaterial ersetzt werden. Damit hängt Stoffstrommanagement eng mit Kreislaufwirtschaft, Recycling und der Gewinnung von Sekundärrohstoffen zusammen. Betriebe erfassen ihre Mengen häufig in einer Abfallbilanz oder einem Abfallwirtschaftskonzept.
So geht Kühl vor
Kühl berät Unternehmen zu Entsorgungskonzepten. Dabei werden die anfallenden Abfallarten und Mengen betrachtet und die Entsorgung darauf abgestimmt. Mehr dazu unter Consulting & Entsorgungskonzepte.
