Stand: Oktober 2026
Das Holsystem ist ein Verfahren der Abfallsammlung, bei dem die Sammelbehälter direkt am Haus oder Grundstück des Abfallerzeugers bereitstehen und ein Sammelfahrzeug die Straßen abfährt und die Behälter leert (Umweltbundesamt). Das Gegenstück ist das Bringsystem.
Beispiele für das Holsystem
- Restmülltonne, Biotonne, Blaue Tonne und Gelbe Tonne am Grundstück
- Abfuhr nach einem Kalender, den die Gemeinde oder der Landkreis veröffentlicht
- Sperrmüllabholung nach Anmeldung, siehe Sperrmüll
Das Bringsystem im Vergleich
Beim Bringsystem bringen die Abfallerzeuger ihre Abfälle selbst zu zentral aufgestellten Containern, etwa Glascontainern, oder zu Wertstoffhöfen (Umweltbundesamt). Details finden Sie unter Recyclinghof.
Vor- und Nachteile
Das Holsystem ist für Nutzer komfortabel und ermöglicht eine verursachergerechte Abrechnung, kann in dünn besiedelten Gebieten aber aufwendig und teuer sein. Das Bringsystem verursacht weniger Sammelfahrten, setzt aber die Mitwirkung der Nutzer voraus. Laut Umweltbundesamt sind Altpapierfraktionen aus Wertstoffhöfen deutlich weniger verunreinigt als aus dem Holsystem.
Wer organisiert die Sammlung?
Hausmüll wird in der Regel vom öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger oder einem von ihm beauftragten Unternehmen abgeholt, siehe Kommunale Abfallentsorgung. Gewerbliche Abfälle können Betriebe häufig über private Entsorger abholen lassen.
So geht Kühl vor
Die Kühl Unternehmensgruppe stellt für Gewerbe- und Bauabfälle Container bereit und holt sie nach Abstimmung wieder ab. Zur Selbstanlieferung dient die Wertstoffbar.
