Stand: Oktober 2026
Schmutzwasser ist Wasser, dessen Eigenschaften durch häuslichen, gewerblichen oder landwirtschaftlichen Gebrauch verändert wurden, etwa durch Spülen, Waschen oder Produktionsprozesse. Es ist neben dem Niederschlagswasser Bestandteil des Abwassers.
Abwasserarten im Überblick
Nach dem Wasserhaushaltsgesetz zählt zum Abwasser sowohl das durch Gebrauch veränderte Wasser als auch das von Dächern und befestigten Flächen abfließende Niederschlagswasser. Kommunales Abwasser setzt sich aus Schmutzwasser aus Haushalten und Betrieben und Niederschlagswasser zusammen und wird entweder gemeinsam (Mischsystem) oder getrennt (Trennsystem) gesammelt und der Kläranlage zugeführt (Umweltbundesamt).
Schmutzwasser aus Gewerbe und Industrie
Gewerbliches und industrielles Abwasser muss vor der Einleitung die Anforderungen der Abwasserverordnung erfüllen und wird oft vorbehandelt. Betriebe, die in die öffentliche Kanalisation einleiten, werden als Indirekteinleiter bezeichnet. Küchen in Hotellerie und Gastronomie leiten fett- und ölhaltiges Wasser über einen Fettabscheider, der Fette vom Abwasser trennt.
Abgrenzung zum Abfall
Abwasser unterliegt im Kern dem Wasserrecht. Was dagegen aus Abscheidern, Sammelgruben oder Behandlungsanlagen abgezogen wird, etwa Fettabscheiderinhalte, Schlämme oder belastete Flüssigkeiten, wird als Abfall entsorgt. Schadstoffhaltige Flüssigkeiten wie Lösungsmittel gehören weder in den Abfluss noch in den Hausmüll. Für Sonderabfälle bietet Kühl die Entsorgung an, siehe Sonderabfälle & Gefahrgut.
