Stand: Oktober 2026
Lösungsmittel (auch Lösemittel) sind Stoffe, die Gase, Feststoffe oder andere Flüssigkeiten lösen oder verdünnen, ohne sich dabei chemisch zu verändern. Das gängigste Lösungsmittel ist Wasser. In der Entsorgungspraxis geht es meist um flüssige organische Lösungsmittel, etwa in Nitroverdünnung oder Spiritus.
Wo kommen sie vor?
Lösungsmittel stecken in Lacken, Farben, Klebstoffen, Reinigern und Verdünnern. In Handwerk, Industrie und Werkstätten fallen Reste und verunreinigte Lösemittel regelmäßig an, im Haushalt vor allem Restmengen aus Renovierungen.
Gefahren
Viele Lösemittelprodukte sind entzündlich, ihre Dämpfe können mit Luft explosionsfähige Gemische bilden und die Gesundheit beeinträchtigen. Erkennbar sind solche Produkte an den GHS-Gefahrenpiktogrammen auf der Verpackung. Beim Transport können zusätzlich die Vorschriften für Gefahrgut gelten.
Richtig entsorgen
Lösungsmittel und lösemittelhaltige Abfälle zählen zu den gefährlichen Abfällen und gehören weder in den Restmüll noch in den Ausguss. Haushalte geben Reste in der Originalverpackung, gut verschlossen und nicht vermischt an der kommunalen Schadstoffsammlung ab. Betriebe ordnen ihre Abfälle über die Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) einem Abfallschlüssel zu, bei Lösemitteln zum Beispiel 14 06 03* (andere Lösemittel und Lösemittelgemische). Das Sternchen kennzeichnet gefährliche Abfälle. Für diese ist eine Nachweisführung nach der Nachweisverordnung nötig, zu der auch der Entsorgungsnachweis gehört.
So geht Kühl vor
Die Kühl Unternehmensgruppe bietet Sonderabfallentsorgung an und stellt auf Wunsch den Entsorgungsnachweis aus. Mehr dazu unter Sonderabfälle & Gefahrgut.
