Stand: Oktober 2026
Ökobilanz (englisch Life Cycle Assessment, LCA) ist ein genormtes Verfahren, mit dem die potenziellen Umweltwirkungen eines Produkts oder einer Dienstleistung entlang seines Lebenswegs untersucht werden, von der Rohstoffgewinnung über Herstellung und Nutzung bis zur Entsorgung. Die Methodik ist in den Normen DIN EN ISO 14040 und DIN EN ISO 14044 beschrieben.
Die vier Phasen
- Festlegung von Ziel und Untersuchungsrahmen
- Sachbilanz: Erfassung aller relevanten Stoff- und Energieströme, etwa Rohstoffe, Energie, Emissionen und Abfälle
- Wirkungsabschätzung: Zuordnung zu Wirkungskategorien, zum Beispiel das Treibhauspotenzial in CO2-Äquivalenten (siehe Treibhausgas und Treibhauseffekt)
- Auswertung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
Bezug zur Abfallwirtschaft
In der Abfallwirtschaft werden mit Ökobilanzen Entsorgungswege verglichen, etwa stoffliche und energetische Verwertung oder verschiedene Verpackungssysteme (siehe Verpackungsmaterial). Das Kreislaufwirtschaftsgesetz gibt zwar eine Rangfolge der Maßnahmen vor (Kreislaufwirtschaft), räumt aber Vorrang derjenigen Maßnahme ein, die den Schutz von Mensch und Umwelt insgesamt am wirkungsvollsten gewährleistet. Für diese Gesamtbetrachtung können Ökobilanzen als Entscheidungsgrundlage dienen.
Grenzen
Ergebnisse hängen von den gewählten Systemgrenzen, Datengrundlagen und Annahmen ab. Zwei Ökobilanzen sind nur vergleichbar, wenn sie denselben Nutzen und denselben Untersuchungsrahmen zugrunde legen. Eine Ökobilanz ersetzt keine rechtliche Prüfung der Abfallverwertung.
So geht Kühl vor
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