Stand: Oktober 2026
Der Treibhauseffekt beschreibt, wie bestimmte Gase in der Atmosphäre Wärmestrahlung zurückhalten und die Erdoberfläche dadurch erwärmen. Die Gase lassen die kurzwellige Sonnenstrahlung weitgehend passieren, absorbieren aber die von der Erde abgegebene Wärmestrahlung.
Natürlich und menschengemacht
Ohne den natürlichen Treibhauseffekt läge die globale Durchschnittstemperatur nach Angaben des Umweltbundesamtes bei minus 18 Grad Celsius, mit ihm liegt sie bei etwa plus 15 Grad Celsius. Problematisch ist der zusätzliche, menschengemachte Anteil: Seit der Industrialisierung gelangen durch menschliche Tätigkeiten deutlich mehr Treibhausgase in die Atmosphäre, der Effekt verstärkt sich. Kohlendioxid entsteht unter anderem, wenn Kohle, Öl, Gas, Holz und andere Biomasse verbrannt werden.
Bezug zur Abfallwirtschaft
Auch Abfälle tragen zu den Emissionen bei. Das Umweltbundesamt nennt als Quelle die Abfalldeponierung, bei der Methan aus den abgelagerten Abfällen freigesetzt wird. Die Emissionen der Abfallwirtschaft sind laut Umweltbundesamt von 1990 bis 2024 um etwa 87 Prozent gesunken. Für den Sektor Abfallwirtschaft und Sonstiges weist die Behörde für 2025 Emissionen von 5,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten aus.
Wie sich Verfahren und Entsorgungswege auf die Treibhausgasbilanz auswirken, untersucht unter anderem die Ökobilanz. Je mehr Material über Recycling in der Kreislaufwirtschaft gehalten wird, desto weniger Primärrohstoff muss gewonnen werden. Eine Beurteilung im Einzelfall erfordert jeweils eine Bilanz mit belegten Daten.
