Stand: Oktober 2026
Edelstahl bezeichnet im Alltag meist Edelstahl Rostfrei, also Stahlsorten mit mindestens 10,5 Prozent Chrom und höchstens 1,2 Prozent Kohlenstoff (Informationsstelle Edelstahl Rostfrei). Der Chromanteil bildet an der Oberfläche eine unsichtbare Schicht aus Chromoxiden und Chromhydroxiden, die vor Korrosion schützt.
Zusammensetzung und Einsatz
Neben Chrom enthalten viele Sorten weitere Legierungselemente wie Nickel und Molybdän, die die Korrosionsbeständigkeit verbessern. Edelstahl kommt im Bauwesen, im Maschinenbau, in Küchen und in vielen Gebrauchsgegenständen zum Einsatz.
Edelstahl als Sekundärrohstoff
Nichtrostender Stahl wird zu einem hohen Anteil aus Stahlschrott und recycelten Legierungsmetallen hergestellt. Chrom, Nickel und Molybdän lassen sich beim Recycling weitgehend zurückgewinnen, und das Material kann ohne Qualitätsverlust wiederverwertet werden (Informationsstelle Edelstahl Rostfrei). Damit ist Edelstahl ein wertvoller Sekundärrohstoff.
Richtig entsorgen
Typische Edelstahlabfälle sind Zuschnitte und Restteile aus der Metallverarbeitung, Spülbecken und Geräteteile aus Küchen oder Bauteile aus dem Rückbau. Sie gehören zu den Metallen und werden als Schrott verwertet. Betriebe müssen nach der Gewerbeabfallverordnung Metalle getrennt von anderen Abfällen halten (IHK Pfalz). Edelstahl getrennt von anderem Metallschrott abzugeben, erleichtert die Verwertung.
Wer Wertstoffe selbst anliefern möchte, kann die Wertstoffbar von Kühl nutzen. Welche Materialien dort angenommen werden, erfahren Sie am besten vorab. Mehr zum Thema Recycling finden Sie in einem eigenen Beitrag.
