Stand: Oktober 2026
Fenster fallen bei Sanierung, Umbau und Rückbau als Altfenster an. Sie bestehen aus dem Rahmen aus Kunststoff, Holz oder Aluminium, dem Glas und Beschlägen. Weil diese Bestandteile unterschiedlich verwertet werden, kommt es bei der Entsorgung auf die Trennung nach Material an.
Rahmen: Material entscheidet
- Kunststofffenster (PVC): Die Recycling-Initiative Rewindo nimmt ausgebaute Kunststofffenster, Rollläden und Türen zurück und bereitet sie zu sortenreinem Granulat für neue Profile auf. 2022 wurden rund 64 Prozent der anfallenden Kunststoffprofile aus Fenstern, Rollläden und Türen über das Rewindo-System erfasst (GFF, 2025).
- Holzfenster: Sie sind oft mit Lasuren, Lacken oder Holzschutzmitteln behandelt und gelten dann als Altholz der Kategorie A IV. Das Rahmenmaterial muss in Deutschland thermisch verwertet werden.
- Aluminiumfenster: Der Rahmen ist Metallschrott und lässt sich als Schrott verwerten.
Glas getrennt behandeln
Das Glas wird von den Rahmen getrennt behandelt. Wird es schon auf der Baustelle getrennt, kann es mit der mineralischen Fraktion verwertet werden. Beschläge und Armierungen aus Metall werden bei der Aufbereitung aussortiert und stofflich verwertet.
So geht Kühl vor
In der Praxis werden Fensterrahmen ohne Glasscheiben in den Container gegeben: Holzfenster in den Container für behandeltes Altholz, Kunststoff- und Aluminiumfenster als Baumischabfall. Für Fenster aus Rückbau und Sanierung eignet sich zum Beispiel ein Absetzcontainer (bei Kühl gängige Größen: 5, 7, 10 und 12 cbm). Mehr zu Entsorgung & Containerdienst finden Sie bei den Leistungen. Bei größeren Mengen sortenreiner Kunststofffenster lohnt sich die Rückgabe über Rewindo.
Quellen
- Glas Fenster Fassade: Altfenster und ihre Komponenten, wie geschlossen wird recycelt? (24.04.2025)
- Rewindo: Recycling-Initiative für Kunststofffenster, Rollläden und Türen
- Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Günzburg: Altfenster richtig entsorgen (März 2023)
- Altholzverordnung (AltholzV), gesetze-im-internet.de
